|

Modellbeschreibung:
Das Modell der MiG-1.44 (oder auch MFI=Multifunctional Fighter oder MiG-39 genannt) vom Hersteller Revell habe ich im Jahr 2007 gebaut aber wesentlich früher erworben. Da dies ein Prototyp ist, kommt halt nur die Bemalung der sowjetischen Luftstreitkräfte in Frage. Es ist ein schweres Mehrzweck-Kampfflugzeug mit Schubvektorsteuerung und wird der 5. Generation von Kampfflugzeugen zugeordnet. Ob sie mal in Serie gehen wird, ist sicherlich nicht allein nur eine Geldfrage. So lange das Entwicklungspotenzial der MiG-29 und der SU-27 Familie noch Entwicklungslinien bieten, werden die russischen Konstrukteure diese auch sicherlich weiter verfolgen. Am Modell im Maßstab 1:144 ist die Schubvektorsteuerung nicht zu erkennen. Das Modell im Maßstab 1:144 entstand sicherlich, nachdem erste Informationen über das erfolgreiche Rollout dieses Prototyps an die Öffentlichkeit gelangten. Da es den Modellbausatz anfänglich nur in diesen Maßstab gab, erwarb ich diesen im Jahr 2002. Der Modellbausatz ist von guter bis sehr guter Qualität. Die Oberflächenstruktur ist sehr detailliert, eben so ist die Passgenauigkeit positiv zu erwähnen. Trotz des kleineren Maßstabes sind das Fahrwerk und das Cockpit gut dargestellt. Die am Modell im mittleren unteren Rumpf eingelassenen Aufnahmebereiche für Außenlasten dürften so nicht korrekt sein und sind wahrscheinlich dem Umstand geschuldet, daß zum Entwurf dieses Modellbausatzes nicht ausreichendes Bildmaterial vorhanden war. Wäre ein logischer Schluß, den ich persönlich ziehen würde. Ansonsten ergänzt dieses Modell meine MiG-Reihe im Maßstab 1:144.
Bildergalerie der MiG-1.44:
(zum vergrößern anklicken)
Daten und Fakten:
Die MAPO MiG-39 (NATO-Codename: Flatpack) war das Ergebnis des russischen MFI-Projektes (MFI - russisches Akronym für Multifunctional Fighter), welche auch unter den Bezeichnungen MiG-1.42 und Projekt 1.44 bekannt ist. Dieses inzwischen eingestellte Entwicklungsprojekt hatte das Ziel, ein Kampfflugzeug der fünften Generation hervorzubringen, welches die traditionsreiche Flugzeugreihe aus dem Hause Mikojan-Gurewitsch fortsetzten sollte.
Die Entwicklung der Maschine begann wahrscheinlich bereits 1986 noch in der Sowjetunion. Der erste von zwei gebauten Prototypen ist dem Westen seit 1994 bekannt und sollte bereits damals geflogen sein, was sich aber inzwischen als Falschmeldung erwiesen hat. Kurz darauf wurden aus Kostengründen die Mittel für das Projekt stark gekürzt, so dass kaum noch an dem neuen Flugzeug gearbeitet wurde. 1997 bekundete das russische Verteidigungsministerium, dass es vor 2005 keine Anschaffung eines neuen Kampfflugzeug-Typs beabsichtige, die Entwicklung aber weiter fördere. Der Öffentlichkeit wurde dieses MiG-Projekt als MiG-39 erstmals im Januar 1999 vorgestellt, obwohl der Prototyp noch nicht flugfähig war. Am 29. Februar 2000 erfolgte dann der Erstflug. 2001 wurde das Projekt vorerst eingestellt. 2003 wurde das Projekt wiederbelebt und drei weitere Flugzeuge gebaut. Die Anschaffung der MiG-39 war nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums für 2009 geplant. Inzwischen wurde allerdings die Weiterentwicklung zu Gunsten der Suchoi T-50 aufgegeben, allerdings fließt die Erfahrung von MAPO mit der MiG-39 bei dem neuen Projekt mit ein.
Die MiG-39 ist ein Jagdflugzeug mit voll beweglichen Vorflügeln, Deltatragflächen und Triebwerken mit Schubvektorsteuerung und sollte sowohl der US-amerikanischen Lockheed Martin F-22 im Beyond Visual Range-Kampf überlegen sein, als auch den Eurofighter EF 2000 im Kurvenkampf besiegen können. Ähnlich wie die F-22 sollte die MiG-39 nur schwer zu orten sein, allerdings darf dies bezweifelt werden, da die MiG-39 primär eine Aluminium-Titan-Konstruktion ist, ihre Waffen zum Teil extern mitführt und über viele 90°-Winkel verfügt (z.B. Lufteinlässe). Genauso wie ihre Stealth-Eigenschaften ist die Wendigkeit der MiG-39 unbekannt. Zwar weist das Projekt mit Entenflügeln und Schubvektorsteuerung durchaus Merkmale für eine hohe Wendigkeit auf, allerdings ist die restliche Gestaltung der Maschine recht konventionell ausgelegt und mit einen geplanten Kampfgewicht von mehr als 30 Tonnen ist das Potential der MiG-39 nur schwer einzuschätzen. Über ihre Avionik ist nur sehr wenig bekannt, allerdings sollte ihr Zielerfassungssystem (N-001M passiv phasengesteuertes Radar) angeblich 22 Objekte gleichzeitig erfassen. Im Größenvergleich läßt sich diese MiG mit der MiG-25 bzw. MiG-31 vergleichen, obwohl die Flügelfläche von diesem MiG-Flugzeug wesentlich größer ausfällt. Damit sind auch größere Steuerflächen vorhanden, welche trotz Schubvektorsteuerung die Wendigkeit beeinträchtigen dürften.
Technische Daten MiG-1.44 (MFI o. MiG-39)
- Einsatzkonzeption: Mehrzweck-Kampfflugzeug
- Länge: 21,70 m
- Spannweite: 16,30 m
- Höhe: 6,00 m
- Flügelfläche: 101,20 m²
- Leermasse: 16.500 kg
- Startmasse: 34.500 kg
- Startmasse max.: keine Angaben
- Waffenlast max.: keine Angaben
- Treibstoffmenge: keine Angabe
- Triebwerk: zwei Mantelstromtriebwerke Saturn/Ljulka AL-41F mit je 175 kN Schub mit Nachbrenner
- Höchstgeschwindigkeit: 2.448 km/h bzw. Mach 2.3 (auf 10.975m)
- Marschgeschwindigkeit: keine Angaben
- Steiggeschwindigkeit: keine Angaben
- Gipfelhöhe: 18.300 m
- Reichweite: 1.400 km, 4.000 km mit Zusatztanks
- Aktionsradius: keine Angaben
- Bewaffnung: eine Grjazew-Schipunow 30-mm-Kanone GSch-301 (9A-4071K); bis zu 6.500 kg Waffenlast an zwölf Trägern für Luft-Luft- Raketen vom Typ R-37, R-73, R-74, R-77 und KS-172
- Besatzung: 1 Mann
Überarbeitet: Januar 2012
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel MIG-39 aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
|