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Wie ich bereits angekündigt habe, möchte ich in Fortsetzung dieser Seite einige noch in meinen Besitz befindende Original Kranich-Modellbögen vorstellen. Es sind zum überwiegenden Teil Bausätze mit einem hohen Alter und es sind entsprechende Alterungsspuren bereits vorhanden. Ob ich diesen oder jenen Bausatz noch bauen werde, weiß ich noch nicht. Ich denke eher über eine fachgerechte Konservierung nach, um sie dann als Sammlung präsentieren zu können. Ebenfalls möchte ich mich ganz herzlich beim Herrn Mike Jäger bedanken, der mir die Möglichkeit eröffnete, einige Original Kranich-Modellbögen zu erwerben.
Kranich-Modellbogen Jagdflugzeug "MiG-23"

Konstrukteur Helge Bergander
Titelzeichnung Hans Räde
Herausgeber Verlag "Junge Welt" Druck-Nr. 69-40M
Erscheinungsjahr 1969 Maßstab 1:50 EVP 2,00 Mark
Druck Metallfolie
1. Abbildung - Umschlag mit Bauanleitung
  
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Diesen Kranich-Modellbausatz hatte ich 1969 gebaut. Er trägt leider irrtümlich die Bezeichnung der MiG-23. Es ist aber korrekt die MiG-25. Leider ist auf dem Umschlag der Maßstab falsch angegeben - er war nicht in 1:25 sondern in 1:50 - und es fehlte die namentliche Nennung des Konstrukteurs, Helge Bergander. Die Bauanleitung und Informationen zum Flugzeugtyp entsprachen dem damaligen Kenntnisstand und Niveau im Kartonmodellbau. Leider besaß dieser Modellbausatz kein Fahrwerk und keine Außenlasten. In der Modellbeschreibung wird auf eine Version der MiG-25R verwiesen. Das fehlende Fahrwerk hatte ich durch einen selbst gefertigten Ständer (Schweißdraht) mit getängelter Grundplatte ausgeglichen. Hier konnte ich auf bereits gemachte Erfahrungen zum bauen eines Ständers zurück greifen, da ich die TU-128 schon gebaut hatte und diese auch ohne Fahrwerk im Bausatz war. Es verstand sich von selbst, dass dieser Bausatz keine weiteren Hoheitszeichen auf dem Umschlag auswies. Auf der letzten Umschlagseite befanden sich vorgedruckte Ziffern von 1 bis 10 für die Gestaltung der taktischen Nummer.
2. Abbildung - Bastelbögen (4 Blätter mit Verbindungselementen u.a.m. sowie 6 Blätter Metallfolie mit den einzelnen Bauteilen)
   
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Zur Gestaltung der Kranich-Modellbögen gehörte, das Verbindungselemente, Spanten und Streben mit den dazugehörigen Teilen auf normalen Karton gedruckt wurden. Der innere Bereich von Ansaugschächten und Schubdüsen der Triebwerke (teilweise auch der äußere Bereich) wurden ebenfalls auf normalen Karton gedruckt und in der Farbe schwarz gestaltet. Die Verbindungstechnik für die Rumpfsektionen empfand ich als sehr vorteilhaft. Bei diesem Modellbausatz wurde auch das Radom in schwarz auf normalen Karton gedruckt. Teilweise befanden sich auf diesen Seiten auch noch Bauskizzen.
     
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Die Bastellbögen auf Metallfolie waren sehr farblich und detailliert gestaltet. Bei der Formgebung der einzelnen Teile mußte entsprechende Sorgfalt beachtet werden, da ungewollte Knickstellen sich schwer ausgleichen ließen. Ebenfalls mußte mit der Verklebung von Teilen darauf geachtet werden, das sich kein Klebstoff auf den Gravuren befand. Dieser Modellbausatz glänzte mit seiner guten bis sehr guten Qualität in der Paßgenauigkeit und Modellausführung insgesamt. Die einzigste farbliche Ergänzung hatte ich am Radom vorgenommen, da die einfache Kartonausführung nicht so recht zum restlichen Modell passen wollte. Mein Tuschkasten aus der Schulzeit hatte dafür vollkommen ausgereicht. Der Modellbausatz garantiert ein schönes Modell von der MiG-25, wenn auch ohne Fahrwerk. Der Druck der einzelnen Teile auf den 6 Blättern war sehr Großzügig gestaltet. Dieses Modell ging leider bei meinem ersten großen Wohnortwechsel zu Bruch und war nicht mehr reparabel.
Kranich-Modellbogen "Schwerer sowjetischer Allwetterjäger"

Konstrukteur Helge Bergander
Titelzeichnung Hans Räde
Herausgeber Verlag "Junge Welt" Druck-Nr. 64-16M
Erscheinungsjahr 1964 Maßstab 1:50 EVP 1,80 MDN
Druck Metallfolie
1. Abbildung - Umschlag mit Bauanleitung
   
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Diesen Kranich-Modellbausatz hatte ich 1964 gebaut. Der Begleittext mit seinen Informationen und der Bauanleitung selbst, enthielten keine genauen Angaben zum Flugzeugtyp. Es wurde nur darauf verwiesen, dass es sich um einen schweren Allwetterjäger handelt, der 1961 auf der Luftparade in Tuschino Erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert worden ist. Mit der großen Radarwanne unterm Rumpf erfolgte ein weiterer Hinweis auf die Leistungsstärke der elektronischen Ausrüstung und möglichen Kampfführung. Dieser Flugzeugtyp wurde im Bausatz irrtümlich dem Konstruktionsbüro Jakowlew zu geordnet. Es handelt sich aber korrekt um einen Modellbausatz der TU-28/TU-128. Ich hatte dieses Flugzeug zur damaligen Zeit als TU-28 kennen gelernt. Die Bauanleitung mit ihren bildlichen Darstellungen war sehr gut und ich kann mich auch nicht erinnern, größere Schwierigkeiten im Bauablauf gehabt zu haben. Teilweise wurden die Umschlagseiten (letzte Seite) wie hier am Modellbausatz zu erkennen, zum Druck von Verbindungselementen und kleineren Spanten benutzt. Zu diesem Modellbausatz gehörte kein Fahrwerk, so dass ich nach Fertigstellung einen geeigneten Ständer suchte. Die Deckenvariante schloß ich damals aus. Die große Radarwanne unterm Rumpf, die Stabilisierungsflossen am Heck und zwei größere Luft-Luft-Raketen in den Farben rot/gelb gehörten zum Bausatz.
2. Abbildung - Bastellbögen (2 Blätter mit Verbindungselementen u.a.m. sowie 4 Blätter Metallfolie mit den einzelnen Bauteilen)
     
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Die Gestaltung der Bastelseiten fiel bei diesen Modellbausatz etwas platzsparender aus. Beim Ausschneiden der einzelnen Teile mußte man sofort überlegen, welche anderen damit verbundenen Teile gleich mit auszuschneiden waren. Die Gravuren auf der Oberfläche waren von einer guten Qualität und ließen das fertige Modell in einem guten Aussehen strahlen. Mich hatte dieses Modell von an beginn begeistert. Die Gestaltung der Schubdüsen hätte noch etwas präziser ausfallen können. Das Fehlen eines Fahrwerkes in diesen Modellbausatz, ist sicherlich dem Umstand geschuldet gewesen, das kein ausreichendes Bildmaterial zu diesen Flugzeugtyp vorhanden war. Die meisten zur damaligen Zeit vorliegenden Fotos, zeigten dieses Flugzeug in verschiedenen Flugphasen und nicht am Boden. Dieser Modellbausatz glänzte mit seiner guten bis sehr guten Paßgenauigkeit. Ein Mangel bestand in der Anfälligkeit der Oberfläche von der Metallfolie von Klebstoff wie Duosan. Eine taktische Nummer war im Bausatz nicht enthalten. Dieses Modell existierte bei mir bis weit in die 70ziger Jahre und wurde erst durch den Spieldrang meiner Kinder dann zu Schrott.
Kranich-Modellbogen Sowjetischer Abfangjäger "Suchoj"

Konstrukteur Helge Bergander
Titelzeichnung Hans Räde
Herausgeber Verlag "Junge Welt" Druck-Nr. 64-22M
Erscheinungsjahr 1964 Maßstab 1:50 EVP -,90 Mark
Druck Metallfolie
1. Abbildung - Umschlag mit Bauanleitung
   
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Diesen Kranich-Modellbausatz hatte ich 1964 erworben und gebaut. In der Modellbogeninformation war für mich neu, das Pawel Ossipowitsch Suchoj seine ersten Schritte im Flugzeugbau und Konstruktion im OKB Tupolew machte. Viele zur damaligen Zeit neu entwickelte Flugzeugtypen aus den sowjetischen Konstruktionsbüros, wurden auf den in Tuschino durchgeführten Luftparaden Erstmalig der Öffentlichkeit gezeigt. Viele Aussagen zum Flugzeugtyp beruhten auf Schätzungen, da es keine weiteren Details zum Flugzeug gab. Die Bauanleitung war mit ihren bildlichen Darstellungen und schriftlichen Erläuterungen sehr gut gestaltet. Dieser Modellbausatz enthielt ein Fahrwerk und als Außenlasten waren 2 Zusatztanks und 4 Luft-Luft-Raketen mit Infrarotsuchkopf. An diesen Modell war für mich neu, dass der Meßdüsenträger (Pito- bzw. Staurohr) sich oberhalb der Luftansaugöffnung für das Triebwerk befand. Von den MiG-Flugzeugen war ich zur damaligen Zeit anderes gewohnt. Wie auf der letzten Umschlagseite ersichtlich ist, wurde für die Gestaltung der Fahrwerksschächte nur eine einfache schwarze Grundfläche gewählt. Titelzeichnung und das fertige Modell wiesen keine große Übereinstimmung auf, da am Modell viele Positionen im Avionik-Bereich und der Bewaffnung in roter Farbe gestaltet waren. Für die Zuordnung der taktischen Nummer gab es keine klaren Vorgaben. Meistens orientierte ich mich an den Nummern der Titelzeichnung.
2. Abbildung - Bastelbögen (2 Blätter mit Verbindungselementen, Spanten u.a.m. / 2 Blätter Metallfolie mit den Bauteilen)
   
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Beim Ausschneiden der Bauteile mußte entsprechende Sorgfalt ausgeübt werden, da viele Teile sehr Filigran ausgeführt waren. Allein die Meßdüsenträger, die Pylonen für die Raketen und die Federbeine für das Fahrwerk erforderten eine saubere Formgebung. Für die rundliche Gestaltung der Laufflächen bei den Rädern des Fahrwerkes hatte ich noch nicht so viele Ideen und Alternativen wie heute. Das Einschwärzen der Laufflächen war selbstverständlich. Der Modellbausatz besitzt eine gute Paßgenauigkeit und ist ein echtes Bastelerlebnis. Der Druck der Gravuren bzw. Konturen und der Farbdruck auf der Metallfolie waren von guter bis sehr guter Qualität und soweit ich mich noch erinnern kann, von hoher Resistenz gegenüber Klebstoffeinwirkungen. Das fertige Standmodell präsentiert ein schönes Modell der SU-9.
Kranich-Modellbogen "Sowjetischer Raketenträger"

Konstrukteur Helge Bergander
Titelzeichnung Hans Räde
Herausgeber Verlag "Junge Welt" Druck-Nr. 64-27M
Erscheinungsjahr 1964 Maßstab 1:50 EVP 2,50 Mark
Druck Metallfolie
1. Abbildung - Umschlag mit Bauanleitung
   
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Diesen Kranich-Modellbausatz hatte ich ebenfalls 1966 erworben und 1967 gebaut. Die Modellinformationen sind sehr spärlich gehalten und sicherlich dem damaligen Mangel an konkreten Informationen zum Flugzeugtyp geschuldet. Ich halte mich ganz bewußt mit kritischen Anmerkungen zu diesem Bereich der Kranich-Modellbögen zurück, da am wenigsten die Konstrukteure dieser Modellbausätze dieses zu verantworten haben. Es gab eben militärische Geheimnisse und die sowjetische Seite hatte sicherlich ihre Gründe dafür, dass sie nicht alles in die Öffentlichkeit trug. Aus den Informationen zum Modellbausatz geht nicht hervor, was die konkrete Typenbezeichnung des Flugzeuges anbetrifft. Da ich schon mehrere Tupolew-Modelle aus dem Zivilbereich gebaut hatte, fielen mir die Fahrwerksgondeln an diesem Modell auf und ließen für mich den Schluß zu, dass es sich um eine Maschine aus dem OKB Tupolew handeln könnte. Eine Bestätigung meiner Vermutung bekam ich etwas später mit dem Kauf eines Buches aus dem Militärverlag der DDR, wo dieses Flugzeug mit Typenbezeichnung strategischer Raketenträger TU-22 vorgestellt wurde. Die im Modellbausatz mit enthaltene Luft-Boden-Rakete wurde als Lenkwaffe Ch-22 bezeichnet. Die Bauanleitung ist sehr gestrafft und Aussagefähig gestaltet. Die Nutzung der letzten Umschlagseite für Streben war Nachteilig, da man bei Nutzung die Skizzen für den Fahrwerksbau zerschneiden mußte. Dieses Problem hatte ich damals über die Nutzung von Durchschlagpapier gelöst.
2. Abbildung - Bastelbögen (4 Blätter mit Verbindungselementen, Spanten u.a.m. und 8 Blätter Metallfolie mit den Bauteilen)
   
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Die Gestaltung der Verbindungselemente, Spanten und anderer Teile war bei diesen Modellbausatz sehr komplex gehalten. Allein die Verbindungs- und Spantenkonstruktion für das Seitenruder mit den Halterungen für die Triebwerke gestaltete sich sehr umfangreich. Dazu kamen noch die Fahrwerksgondeln, der Raketenkörper und das Fahrwerk selbst.
       
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Wie an den Metallfolienseiten ersichtlich wird, befindet sich dieser Modellbausatz in einen recht guten Zustand. Der Bau dieses Modells war ein echtes Bastelerlebnis. Die Paßgenauigkeit der einzelnen Teile war sehr gut. Leider fehlten im Modellbausatz die taktische Nummer des Flugzeuges, was man aber durch die Nutzung von Nummern aus anderen Bausätzen ausgleichen konnte. Der Modellbausatz garantierte ein tolles Standmodell von einer TU-22K. Dieses Modell konnte ich von allen von mir gebauten, am längsten vor der Zerstörung bewahren. Mit den Jahren wurde an diesen Modell auch deutlich, das ein Schutzanstrich mit Klarlack den Verwitterungsprozeß (durch Staub) etwas besser entgegen gewirkt hätte.
Wie unten bei den Kommentaren angekündigt, nachfolgend ein Foto vom Titelblatt des Modellbausatzes "Nachtjäger" aus dem Jahr 1956 und vom Konstrukteur Werner Zorn.

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Fortsetzung auf der Seite DDR Kranich-Modellbögen Teil 3.
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